Stromsparend Wäsche waschen

Beim Wäsche waschen wird sehr viel Strom verbraucht, vor allem bei Familien mit Kindern läuft die Waschmaschine oft mehrmals täglich. Der hohe Stromverbrauch kommt aber nicht wie so mancher denkt durch das Drehen der Wäschetrommel, sondern vom Aufheizen der Waschlauge. Wird nach dem Waschen die Wäsche auch noch im Wäschetrockner getrocknet, steigt die Stromrechnung extrem an. Aber wo viel Strom verbraucht wird, gibt es wie immer ein großes Einsparpotential, hier ein paar Stromspartipps.

Sparsame Waschmaschine kaufen

Beim Kauf einer neuen Waschmaschine sollte man unbedingt auf die Energieeffizienzklasse achten, mittlerweile gibt es Waschmaschinen mit A+++. Um die einzelnen Waschmaschinen miteinander vergleichen zu können, wird der Energieverbrauch in kWh pro Waschgang bei 60°C angegeben. Es wird aber auch häufig der Jahresverbrauch angegeben, dieser bezieht sich auf 220 Waschladungen mit unterschiedlichen Waschtemperaturen und Füllmengen.

Hochwertige Waschmaschinen stellen die Wassermenge automatisch auf die Füllmenge an Wäsche ein. Wenn das ihre Waschmaschine nicht kann, die Wäschetrommel immer voll beladen, sonst vergeuden sie unnötig Wasser und Strom.

Waschmaschine mit Warmwasseranschluss

Eine Waschmaschine verbraucht den größten Teil des Stromes zum Aufheizen der Waschlauge. Bei Waschmaschinen mit einem Warmwasseranschluss spart man also sehr viel Strom ein, da entweder gar nicht nachgeheizt werden muss, oder bei höheren Waschtemperaturen deutlich weniger. Entscheidend ist hierbei aber wie das Warmwasser erzeugt wird, keinen Sinn macht es wenn das Warmwasser über einen Warmwasserboiler oder Durchlauferhitzer kommt. Da kann man sich die teure Waschmaschine sparen, da auf Grund von Wärmeverlusten noch mehr Strom verbraucht würde. Die Warmwasserbereitung in Öl- oder Gasheizungen kostet nur ungefähr 1/3 des Strompreises, man spart also 2/3 der Kosten ein. Idealerweise wird das Warmwasser natürlich von einer Solaranlage erzeugt, dann gibt es die Wärmeenergie kostenlos.

Ob sich die Anschaffung einer Waschmaschine mit Warmwasseranschluss für sie lohnt, ist davon abhängig wie oft sie Waschen und wie ihr Warmwasser erzeugt wird. Dazu muss man den höheren Anschaffungspreis und die eingesparten Stromkosten für die Lebensdauer der Waschmaschine gegenüberstellen. Bei der Rechnung natürlich nicht die Kosten der Warmwasserbereitung vergessen.

Oder man baut den Warmwasseranschluss für die eigene Waschmaschine einfach selbst!
Zur Bauanleitung

Wäsche bei niedrigen Temperaturen waschen

Temperaturschalter Wie bereits erwähnt kommt der Löwenanteil des Stromverbrauchs von der Wassererwärmung. Deshalb sollte man bei möglichst niedrigen Temperaturen Waschen. Moderne Waschmittel arbeiten bereits ab 20°C Wassertemperatur. Wenn die Wäsche nur wenig verschmutzt ist, ist es sowieso nicht nötig sie bei hohen Temperaturen zu waschen. Wie groß die Unterschiede des Stromverbrauchs bei den unterschiedlichen Waschtemperaturen sind, können Sie der Tabelle unten entnehmen. Als Beispiel meine eigene Waschmaschine die BEKO WML 15106 NE mit der Energieeffizienzklasse A+.

WaschprogrammVerbrauch pro Waschgang 1)Jahresverbrauch 2)
Kaltwasser 0,1 kWh (0,03 €) 22 kWh (5,50 €)
40°C 0,56 kWh (0,14 €) 123,2 kWh (30,80 €)
60°C 0,74 kWh (0,19 €) 162,8 kWh (40,70 €)
90°C 1,63 kWh (0,41 €) 358,6 kWh (89,65 €)

1) Strompreis 0,25 € pro kWh
2) 220 Waschgänge

Sie sehen also, je höher die Waschtemperatur, umso mehr steigt der Stromverbrauch an. Der Unterschied zwischen Kalt-Waschen und Kochwäsche ist extrem, bei 90°C verbraucht die Waschmaschine 16 mal soviel Strom wie bei Kaltwäsche. Es werden also nur 6% des Stromes für das Drehen der Trommel, schleudern der Wäsche und Wasserpumpen verbraucht. Die restlichen 94% der Stromkosten gehen auf das Konto der Wassererwärmung.

Weißwäsche mit Bleichmittel waschen

Ein Problem besteht allerdings beim Waschen mit niedrigen Temperaturen, Weißwäsche kann vergilben und nicht hygienisch sauber werden. Hierfür gibt es aber spezielle Bleichmittel, die nicht nur die Wäsche bleichen, sondern auch noch hygienisch rein waschen. Diese Bleichmittel arbeiten bereits bei Waschtemperaturen ab 30°C und kommen zusätzlich zum Waschmittel in die Maschine. Man sollte beim Kauf dieser Bleichmittel aber darauf achten dass sie umweltverträglich sind und kein Phosphat, Chlor oder Bor enthalten.

Waschen mit der Waschkugel spart Waschmittel, Strom und Wasser

Waschkugel Als meine Frau mit einer Waschkugel nach Hause kam, war ich anfangs sehr skeptisch. Eine kleine Kugel gefüllt mit Granulat, die für 1000 Waschgänge reichen soll, das konnte ich nicht glauben. Bei den Waschkugeln handelt es sich um mit Keramikgranulat gefüllte Kunststoffbällen. Dieses Keramikgranulat enthält keinerlei Tenside oder sonstigen chemische Stoffe, die Waschkugel ist also völlig Umweltverträglich. Es wird kein zusätzliches Waschmittel oder Weichspüler benötigt. Weil kein Waschmittel verwendet wird, kann man sich den Spülgang und somit Wasser sparen, da ja nichts ausgespült werden muss. Die Waschkugel arbeitet auch bei niedrigen Temperaturen, das spart Strom ein.

Trotz anfänglicher Skepsis was soll ich sagen, die Waschkugel funktioniert, die Wäsche wird sauber und riecht nach dem Trocknen völlig neutral. Sicher ist es kein Wundermittel, schwierige Flecken gehen nicht immer heraus, das ist bei den üblichen Waschmitteln aber auch der Fall. Solche hartnäckigen Flecken kann man ja vor dem Waschen mit Fleckentferner oder Gallseife vorbehandeln. Wir waschen jedenfalls nur noch mit der Waschkugel und sparen jede Menge Waschpulver, Weichspüler, Wasser und Strom ein.

Neben dem Spareffekt tut man auch noch etwas für die Umwelt. Die Phosphate und Tenside der üblichen Waschmittel werden in den Kläranlagen nicht vollständig abgebaut und verseuchen unsere Gewässer. Eine einzige Waschkugel spart bis zu 100 kg dieser Waschmittel ein und entlastet somit die Umwelt. Auch für Allergiker ist die Waschkugel ideal, da keine Allergie auslösende Stoffe in die Kleidung gelangen.

* ✮ bambusliebe ✮ Eco Waschball ♻ Waschen ohne Waschmittel ♻ Nachhaltig ✅ umweltschonend ✅ antibakteriell ✅

Mit nur 10 Liter Kaltwasser Wäsche waschen

Ob Sie es glauben oder nicht mit nur 10 Liter kaltem Wasser und 0,1 kWh Strom kann man 5 kg Wäsche waschen. Meist ist die Wäsche nicht schmutzig, sondern nur verschwitzt, mit der Waschkugel kann man diese Wäsche mit Kaltwasser waschen. Bei meiner Waschmaschine verbraucht das gerade einmal 0,1 kWh Strom oder 2,5 Cent.

Da kein Waschmittel verwendet wird, kann man sich das Spülen der Wäsche sparen. Der Spülgang ist vor allem dafür zuständig das Waschmittel aus der Wäsche zu spülen und Weichspüler braucht es bei der Waschkugel auch nicht. Meine Waschmaschine verbraucht für einen Waschgang 52 Liter Wasser, aber nur 10 Liter für den Hauptwaschgang. Nachdem das Wasser für den Hauptwaschgang in die Maschine gelaufen ist, drehe ich einfach den Wasserhahn ab. Meine Waschmaschine bleibt dann beim Spülgang stehen, da kein Wasser kommt. Jetzt schalte ich auf Schleudern und Abpumpen und die Wäsche kann entnommen werden.

Wäschetrockner verbrauchen sehr viel Strom

Trockner Das Trocknen der Wäsche mit Hilfe eines Wäschetrockners verbraucht sehr viel Strom und sollte nach Möglichkeit vermieten werden. So verbraucht ein preiswerter Wäschetrockner bis zu 4 kWh pro Trockengang, ein hochwertiger Wärmepumpentrockner ungefähr 1,6 kWh. Somit kann man mit einer einzigen Waschladung, mit Waschen und Trocknen auf 5 kWh Stromverbrauch kommen. Bei den durchschnittlichen 220 Waschgängen pro Jahr sind das dann 1100 kWh Stromverbrauch und 275 € Stromkosten. Bei Familien mit Kindern können es auch schon mal 1000 € Stromkosten werden. Bei einem Wärmepumpentrockner ist der Stromverbrauch zwar deutlich niedriger, dafür ist aber der Anschaffungspreis des Trockners recht hoch.

Wäscheständer statt Wäschetrockner

Aber warum überhaupt einen Wäschetrockner verwenden, man kann die Wäsche auch an der Wäscheleine trocknen. Jetzt werden viele sagen, ich habe aber keinen Garten oder Balkon wo ich die Wäsche aufhängen könnte! Habe ich auch nicht und trotzdem verwende ich keinen Wäschetrockner. Jeder hat irgendwo Platz im Bad oder in der Wohnung wo man einen Wäscheständer aufstellen kann. Wichtig ist nur, dass man die Wäsche bei möglichst hoher Drehzahl schleudert, damit sie bereits möglichst trocken ist. Dann wird die Wäsche auch in der Wohnung schnell trocken und die Luftfeuchtigkeit steigt nicht zu stark an.

Wäsche Schleudern Viele unterliegen dem Irrglauben, dass eine Waschmaschine im Schleudergang viel Strom verbraucht. Dem ist aber nicht so, meine Waschmaschine verbraucht für einen Schleudergang auf höchster Drehzahl gerade einmal 0,04 kWh oder 40 Wh. Der Stromverbrauch für das Schleudern der Wäsche ist also vernachlässigbar, kein Vergleich mit einem Wäschetrockner.

Eine Wäscheschleuder holt mehr Wasser aus der Wäsche

Noch besser schleudert man die nasse Wäsche mit einer Wäscheschleuder, die holt deutlich mehr Wasser aus der Wäsche. Das liegt daran dass die Drehzahl ungefähr doppelt so hoch ist wie beim Schleudergang der Waschmaschine. Die Wäsche ist nach dem Schleudern nur noch feucht und trocknet selbst in der Wohnung in wenigen Stunden. Früher gab es in fast jedem Haushalt eine Wäscheschleuder, ist aber durch Waschmaschine und Trockner leider etwas in Vergessenheit geraden.

Einen Erfahrungsbericht zu meiner Wäscheschleuder gibt es hier.

Wäsche unter Ventilator trocknen

Neulich sah ich bei "Einfach Genial" eine Erfindung, bei der sich der Wäscheständer mit Hilfe eines Motors drehte. Hiermit wurde die Wäsche in wenigen Stunden trocken, weil das den gleichen Effekt wie der Wind im Freien hat. Ich dachte schon darüber nach so etwas ähnliches nachzubauen. Da kam mir der Gedanke warum die Wäsche drehen? In dem Zimmer in welchem ich meine Wäsche trockne ist ein * Deckenventilator, der macht ja auch Wind! Bei der nächsten Wäsche habe ich das gleich mal getestet. Den Wäscheständer unter den Deckenventilator gestellt und eingeschaltet. Was soll ich sagen, nach 3 Stunden war die Wäsche vollständig trocken, wenn das keine geniale Erfindung ist!

Zusammenfassung der Sparmaßnahmen

 

WERBUNG

 

WERBUNG

Impressum  Datenschutz
* Werbung